REIST OS: Safety Contracts und manipulationsresilienter Kontrollfluss

Zusammenfassung
REIST OS soll Fehler nicht erst nach einem Absturz behandeln, sondern bereits die Voraussetzungen eines gültigen Kontrollflusses explizit modellieren. Eine Speicheradresse soll nicht automatisch eine Ausführungsberechtigung darstellen. Das System soll unterscheiden, ob Code an einer Adresse liegt, ob diese Adresse ein gültiger Entry Point ist, ob der aufrufende Kontext dazu berechtigt ist, ob der Code unverändert ist und ob der aktuelle Systemzustand den Kontrolltransfer zulässt. Das Ziel ist ein mehrschichtiges Schutzmodell gegen zufällige Speicherfehler, beschädigte Function Pointer, manipulierte Rücksprungadressen, Buffer Overflows und missbräuchliche Kontrollflussänderungen. Adressrandomisierung oder Pointer-Verschleierung können ergänzende Hürden sein, ersetzen aber keine semantische Autorisierungsprüfung.
Einordnung
Technische Entwurfsnotiz zu Kontrollfluss, Code-Integrität, Speicher- und Ausführungsautorität. Safety Contracts, W^X, CFI und Shadow Stacks werden als mögliche Schutzschichten eingeordnet; das Dokument beansprucht keine vollständig implementierte oder zertifizierte Sicherheitsarchitektur.